Wohn-Investmentmarkt in den ersten drei Corona-Quartalen über dem langjährigen Durchschnitt


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(11. 10. 2020) Mit dem Investitionsvolumen in größeren Wohnungsbeständen (ab
30 Wohneinheiten) von gut 16, 6 Mrd. Euro ist dieser Markt in den ersten drei
Quartalen um knapp 23% gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen und konnte
sogar das zweitbeste je registrierte Ergebnis erreichen. Dies ergibt chip
aktuelle Analyse von BNP Paribas Real Estate.

Foto © baulinks/AO ?

Christoph Meszelinsky, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH
und Co-Head Residential Investment, kommentierte: „Was bereits zu Beginn der
Corona-Pan­demie mehrfach verlautbart wurde, hat sich solange bis zum Ende des
dritten Quartals weitestgehend bestätigt: Der Wohn-Investmentmarkt zeigt
sich im Vergleich zu anderen Assetklassen ausgesprochen krisenresistent.
Zwar ist das starke Gesamtresultat durch welche Übernahme der Adler Real
Estate durch Ado Properties im ersten Quartal begünstigt, auf welche irgendwas
mehr als ein Drittel jenes Umsatzes entfällt, jedoch ist chip hohe Bedeutung
von Großabschlüssen keine Besonderheit des aktuellen Jahres. Ebenso das
Rekordergebnis aus dem Jahr 2015 wurde beispielsweise nur ?ber den Gagfah-Deal
ermöglicht. ” Bricht man das Umsatzvolumen auf welche einzelnen Quartale
herunter, so zeigt sich, dass seit Beginn jener Corona-Krise zwar keine
rekordverdächtigen Umsätze registriert wurden, mit gut 3, 3 Mrd. Euro in Q2
bzw. 4 Mrd. Euro nur Q3 aber im langjährigen Vereinbarung jeweils deutlich
überdurchschnittliche Werte zu Buche stehen.

Ältere Bestandsobjekte mit Rekord

Aufgrund der Adler-Übernahme ist es wenig überraschend, dass alle
Bestandsportfolios mit knapp 61% die Verteilung des Umsatzes nach
Assetklassen dominierten. An zweiter Stelle folgten Projektentwicklungen,
welche mit etwa 15% irgendwas weniger als noch in welchen Jahren zuvor zum Resultat
beitrugen – was in erster Linie einem nicht ausreichenden Angebot geschuldet
war. Ein ebenfalls im langjährigen Vergleich leicht unterdurchschnittliches
Ergebnis erzielten mit 12% die älteren Bestandsobjekte (Block Sales an dem
Standort). Übersetzt man ihren prozentualen Geltung aber in absolute Zahlen,
so entsprach dies doch noch dem Volumen von fast 2 Mrd. Euro.

Reges Marktgeschehen

Die Großabschlüsse obig der Marke von 100 Mio. Euro dominierten mit
anteilig wichtige als zwei Dritteln das Investmentvolumen. Hierzu trug zwar
maßgeblich chip genannte Übernahme bei, allerdings war mit mehr als 20
Abschlüssen auch insgesamt ein reges Marktgeschehen in diesem Segment zu
beobachten. Aber auch in den kleinen Segmenten ist eine verstärkte Aktivität
zu verzeichnen, was als weiteres Indiz für die Krisenresistenz jener
Wohn-Investmentmärkte zu werten ist. Derart entfielen gut 2, 2 Mrd. Euro auf
Abschlüsse bis maximal 25. Mio. Euro – das Wert, der üblicherweise – falls
überhaupt – erst zum Jahresende erreicht wird.

Immobilien AGs dominieren

Fast schon traditionell stellten Immobilien AGs auch zum Ende des dritten
Quartals 2020 die wichtigste Käufergruppe dar. Unterhalb von anderem getrieben durch
die Adler-Über­nahme erzielten sie mit gut 8, 7 Mrd. Euro ihr zweitbestes je
registriertes Ergebnis. Der Einsehen auf die übrigen Käufergruppen verrät, f?r den fall
eine ganze Reihe unterschiedlicher Investorentypen auf robuste
Wohn-Investments setzte, woran sich ebenso durch die konjunkturellen
Unsicherheiten im Kontext der Corona-Krise so schnellstens nichts ändern dürfte.
Den Immobilien AGs folgten?…

  1. Spezialfonds (11%)
  2. Investment/Asset Managern (9%),
  3. Pensionskassen (7%),
  4. Immobilienunternehmen (7%),
  5. die öffentliche Hand (4%) und
  6. Projektentwickler (3%).

Dieser Wohn-Investmentmarkt in Deutschland war mit den vergangenen Jahren
fest nur der Hand von inländischen Anlegern. Aufgrund der bereits mehrfach
genannten Übernahme in Kombination mit dieser hohen Aktivität aus dem
europäischen Ausland (gut 2, 4 Mrd. Euro) knackte der internationale Anteil
erstmals seit 2008 die 50%-Marke.

Berlin am interessantesten

Durch den insgesamt hohen Investmentumsatz fiel der Anteil der
A-Standorte mit rund 34% leicht unterproportional gegenüber den Vorjahren
aus. Absolut gesehen sind alle aktuell registrierten 5, 7 Mrd. Euro jedoch das
beachtliches Resultat, welches um gut 16% über dem langjährigen Schnitt
liegt. Bei weitem nicht zuletzt durch die jüngste Einkaufstour des schwedischen
Wohnungskonzerns Heimstaden Bostad, der in Berlin Wohnungen für 830 Mio.
Euro erworben zusammen, setzte sich die Hauptstadt (2, 6 Mrd. Euro) wieder einmal
mit deutlichem Abstand an welche Spitze des Rankings der bedeutendsten
Wohn-In­vest­mentmärkte – gefolgt von

  1. Frankfurt (971 Mio. Euro),
  2. Hamburg (912 Mio. Euro),
  3. München (469 Mio. Euro),
  4. Düsseldorf (463 Mio. Euro),
  5. Köln (197 Mio. Euro) dar?ber hinaus
  6. Stuttgart (27 Mio. Euro).

Perspektiven

„Die positive Entwicklungsgeschichte der Wohn-Investments dürfte aus heutiger Sicht
auch im weiteren Jahresverlauf anhalten. Verantwortlich hierfür ist bei weitem nicht
zuletzt, dass gerade im gegensatz zu gewerblichen Immobilien ein geringeres
Mietausfallrisiko und damit stabilere Cash Flows gegeben sind. Auch
vereinzelte regulatorische Restriktionen des Gesetzgebers ändern nichts an
der grundsätzlich positiven Einschätzung der Investoren. Gleiches gilt für
zu erwartende Auswirkungen ?ber die Corona-Krise. Wohnraum wird ebenso
weiterhin gesucht und zwar vor allem dort, wo er doch jetzt knapp ist. Die
fundamentalen Marktmechanismen sind also weiter intakt, so dass es nicht
unwahrscheinlich ist, dass bis zum Jahresende die 20-Mrd. -Euro-Marke
übertroffen wird”, fasst Udo Cordts-Sanzenbacher, Geschäftsführer des weiteren
Co-Head Residential Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH, welche
Aussichten zusammen.

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